Wir wollen alle in den Himmel

Spirituell und glücklich leben im Alltag

Auf den Schultern meiner Ahnen

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Wilhelm Preßmar

Mein Urgroßonkel Wilhelm

Dieser Satz, daß wir auf den Schultern unserer Ahnen stehen, stammt nicht von mir – und ich weiß nicht, wer ihn mal gesagt hat. Wichtig ist: Das Bild, das mir da vor Augen entsteht, war und ist mir immer eindrücklich. Ich stehe in meinem Leben, auf meinem Lebensweg, weil meine Ahnen mir den Boden bereitet haben. Mit ihren Erfahrungen, Gefühlen, Handlungen – allem, was sie von einer Generation zur nächsten weitervererbt haben.

  • Die Kraft, die sie soviele stürmische Zeiten durchleben ließ
  • Der Mut, mit der sie allen Widrigkeiten und Katastrophen zum Trotz immer weiter gemacht haben
  • Die ganz eigenen Fähigkeiten, die jeder einzelne hatte – und die in mir zusammengefunden haben (die meisten meiner Ahnen waren Gastwirte und Bauern – ich selbst koche und bewirte gerne und liebe das Garteln)

Das und noch viel mehr trägt mich durch jeden einzelnen Augenblick meines Lebens.

Doch da ist auch die Kehrseite:

  • Glaubenssätze und Dogmen, die über Generationen hinweg sich verfestigt und Schaden angerichtet haben – Kirche, Herrschaft, Regierung, gesellschaftliche Eigenheiten
  • All die Schwüre und Versprechen, die gegeben wurden „bis ans Ende aller Tage“ oder solche, die nicht eingehalten wurden
  • Indoktrinierungen
  • Traumatische Erlebnisse wie Kriege, Seuchen, Hungersnöte, verstorbene Kinder

und noch vieles mehr, das die Ahnen ebenfalls weitergegeben haben. Und das ebenfalls in mir zusammengefunden hat.

Das ist menschlich. Und diese Kehrseite bedeutet auch jede Menge Herausforderungen – sich dieser negativen Einflüsse bewußt zu werden. Sich ihnen zu stellen. Sie als den jeweils gültigen Rahmen für das Leben zu würdigen. Und sie zu erlösen und dort zu lassen, wohin sie gehören – zu den Vorfahren. Wer jetzt das Gefühl hat, das klinge ein bißchen wie Familienstellen, hat recht – aus dieser systemischen Familientherapie habe ich diese Begriffe entlehnt.

Ich kann mir dann meine eigenen Glaubenssätze zimmern – als positive Affirmationen zum Beispiel – und auf ihnen mein eigenes Leben aufbauen. Und auf diesem Fundament kann mein Leben immer Fülle, Liebe und Wohlbefinden, Wohlstand, Erfolg und ähnlich tolle Dinge beheimaten.

Ich habe inzwischen ein paar wirklich störende Glaubenssätze bewußt gemacht und abgelegt:

„Das schaffst du nicht, da müßtest du viel besser sein.“
„Schreiben ist eine brotlose Kunst.“ (Dazu das Bild vom Armen Poeten von Spitzweg)

Und siehe da, die Schleusen öffneten sich, als hätte sich dahinter eine stetig anwachsende Flut an Worten und Sätzen, an Ideen und Inspirationen aufgestaut. Nicht lange hat es gedauert, da waren aus zwei schon länger vorhandenen Stoffen zwei Bücher erschaffen und veröffentlicht. Die möchte ich heute und auch später immer wieder mal vorstellen. Das mag all denen auch Mut machen, die sich noch nicht zutrauen, selbst einen Text in die Östernschnuppe-1ffentlichkeit zu bringen.

Als erstes ist da das Sternschnuppenmännlein, das ihr ja schon kennt:

Im Moment sitze ich an der englischen Übersetzung dazu. Das erweitert meine sprachliche Kreativität noch mehr.

 

 

 

 

 

 

Buchdeckel_TB

Dann sind da noch meine geliebten schrägen Gedichte, geschrieben über etliche Jahre hinweg – und immer noch schreiben sie sich weiter. Humor in verschiedenen Variationen – richtig gestellte Märchen und politische Gegebenheiten, ein bayerischer „Krimi“ und viele Vierzeiler für viele passende (und unpassende) Gelegenheiten …

Sie fließen mir aus den Fingern in die Feder bzw. Tasten, sie sind einfach da. Und möchten auch gerne geteilt werden, damit wieder mehr gelacht wird.

 

 

Und was hat das nun mit meinen Ahnen zu tun?

Meinem Vater verdanke ich die Fähigkeit zum Fabulieren und zum Zeichnen, meinem Urgroßonkel Wilhelm  die Gabe zu komischen Gedichten. Auch meine Uroma war eine lustige Frau. Meine Mutter hat sehr viel Wert gelegt auf die Entwicklung meiner sprachlichen Ausdrucksfähigkeit. Ich greife also auf eine üppigen geistig kreativen Genpool zurück und nutze ihn jetzt bestmöglich.

Im Laupheimer GartenWir sollten uns also viel mehr um die Geschichte unserer Altvorderen bemühen – wer waren sie, wie haben sie ihren Alltag gelebt, mit welchen Fähigkeiten. Was haben sie besonders gut gemacht? Wofür waren sie bekannt (wie mein Uronkel Wilhelm für sein ulkigen Gedichte, überhaupt für seine Gabe zu reimen)? Das ist überaus hilfreich in Lebenssituationen, in denen man festzustecken glaubt und seine Ressourcen aus den Augen verloren hat. Der Pool der Fähigkeiten, die wir ererbt haben, ist ein unerschöpflicher Quell. Entdecken wir ihn wieder und greifen hinein mit beiden Händen. Unseren Ahnen zur Freude und Ehre.

Ich freue mich auf eure Meinungen dazu und wünsche euch viele kreative Einfälle, Zufälle und Inspirationen.

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Autor: Christiane Köppl

Ich möchte auch gern in den Himmel ... und der Weg dorthin ist nicht Sahnetörtchen belegt. Wie genau geht das denn? Wo sind die Wegweiser? Für diese und mehr Fragen ziehe ich gerne meine Lenormand-Karten zu Rate. Nicht nur für mich, sondern auch für viele andere. Ich mache das leidenschaftlich gerne, und deshalb kehre ich mit meinem Blog back to the roots und schreibe übers Kartenlegen. Viel Spaß.

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